Systemischer Coach - was bedeutet das eigentlich ?

Aktualisiert: Aug 17

Immer wieder werde ich gefragt, was ein Coach macht.


Der Begriff Coach wird ganz unterschiedlich interpretiert und oft können sich Personen mit denen ich mich unterhalte, nicht vorstellen, wozu ein Coach nützlich sein kann. Dabei kann ein Coach Sie in ganz unterschiedlichen Situationen und bei den verschiedensten Fragestellungen erfolgreich unterstützen.

Es geht immer darum, Veränderung auszulösen - in ihrem Verhalten, in ihren Verhaltens- und Denkmustern, in ihrem Selbstverständnis oder in den Interaktionen mit ihrer Umwelt.


Lassen Sie mich ganz kurz mit der Ausbildung des Coaches starten.


Zur Einhaltung von Qualitätsstandards im Coaching haben sich in Deutschland verschiedene Berufs- und Fachverbände (z.b.: Deutscher Verband für Coaching und Training e.V., Deutscher Coaching Verband e.V. etc.) etabliert, die zum Teil auch Zertifizierungsprüfungen durchführen, um eine Professionalisierung des Coachings sicherzustellen. Eine fundierte Coaching Ausbildung dauert in der Regel zwischen 12 und 18 Monaten und beinhaltet neben theoretischen und praktischen Inhalten, verpflichtende Übungscoachings, Mentoring und Supervisionen.


Viele kennen den Coach aus dem sportlichen Bereich. Hier wird der Begriff des Coaches wie auch im englischen Sprachraum mit dem Begriff des Trainers gleichgesetzt. Der wesentliche Unterschied zwischen einem Coach und einem Trainer ist, dass der Coach nicht nach einem genau festgelegten Plan mit dem Coachee arbeitet wie ein Trainer.

Ganz wichtig für die gemeinsame Arbeit ist, dass der Coach keine Lösung vorgibt, sondern er vor allem durch verschiedene Fragetechniken und andere Werkzeuge beim Klienten Klarheit über das eigene Verhalten und seine Denk- und Handlungsmuster erzeugt. Das erreiche ich als Coach , indem ich meinen Coachee dazu anrege, das Thema einmal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten oder indem ich ihm seine, von mir wahrgenommenen Muster zurückspiegele. Der Coach begleitet den Coachee auf seinem Weg zur Lösung seines Anliegens. Die Lösung kann beispielsweise die bewusste Entscheidung in einer schwierigen Situation sein, die mich schon lange innerlich hin- und hergerissen hat. Ein Ziel kann auch das bewusste Verändern einer Verhaltensweise sein, die mich immer wieder in schwierige Situationen bringt.

Welche möglichen Fragestellungen im Coaching bearbeitet werden können, dazu finden Sie weitere Informationen auf meiner Homepage und in einem meiner nächsten Blogs.

Manchmal herrscht auch Unklarheit über die Abgrenzung zwischen Coaching und Psychotherapie. Gleich vorweg, der Coach hat in der Regel keine medizinische Ausbildung, wenngleich Kenntnisse aus der Psychotherapie oder auch aus der Neurowissenschaft im Coaching genutzt werden.

Der Psychotherapeut behandelt Menschen mit psychischen Störungen in dem er nach den Ursachen forscht und dem Patienten durch geeignete Interventionen hilft, wieder handlungsfähig zu werden. Im Coaching gehe ich immer davon aus, dass mein Klient selbst handlungsfähig ist und über ausreichend Ressourcen verfügt, um sein Potential voll ausschöpfen zu können.


Anders als ein klassischer Berater gebe ich als Coach dem Coachee keine Handlungsempfehlungen. Als Coach unterstütze ich meinen Klienten dabei, seinen eigenen Weg zur Lösung seines Anliegens zu finden. Denn nur wenn der Klient sein Ziel selbst definiert und erarbeitet ist er wirklich in der Lage, dieses Ziel zu erreichen.

Der Weg zum Ziel ist so vielfältig und einzigartig wie der Coachee selbst, daher begegne ich meinen Klienten wertschätzend und neugierig und unterstütze ihn offen und ehrlich als Impuls- aber auch als Feedbackgeber. Mich auf meine Klienten vollständig einlassen zu können und ihm frei von jeglicher Bewertung zu begegnen sind wichtige Voraussetzungen für die Arbeit als Coach.


Was macht den systemischen Coach aus ?


Der systemische Coach sieht seinen Klienten in seinem gesamten Umfeld. Das heißt er betrachtet nicht nur den beruflichen Kontext seines Klienten, wenn dieser beispielsweise Probleme mit seiner beruflichen Weiterentwicklung hat. Der systemische Coach erfasst gleich zu Beginn des Coachingprozesses alle "Systeme" in denen der Coachee sich befindet. Das kann beispielsweise bedeuten, dass neben dem beruflichen Kontext auch die privaten Beziehungen und gegebenenfalls auch das Wirken in politischen, sozialen oder sportlichen Vereinigungen betrachtet wird. Im systemischen Coaching stehen die Beziehungen, Zusammenhänge und die Interaktionen zwischen den verschiedenen Klienten-Systemen im Mittelpunkt. Zwischen diesen Systemen gibt es immer Wechselwirkungen, die uns selbst oft nicht bewusst sind.


Ich freue mich, wenn Ihnen dieser kurze Einblick in die Arbeit des systemischen Coaches etwas mehr Klarheit verschaffen konnte und Ihr Interesse geweckt hat.


Falls Sie das Gefühl haben, es gibt ein Thema, an dem Sie gerne mit mir arbeiten möchten, dann rufen Sie mich an oder schreiben Sie mir.

Lassen Sie uns in einem ersten kostenlosen Kennenlerngespräch herausfinden, ob ein Coaching für Sie der richtige Weg sein kann.

Kontaktieren Sie mich, ich freue mich auf Sie !





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© 2020 by Karin Strobl