Dienst nach Vorschrift passiert nicht ohne Auslöser
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Aktualisiert: vor 2 Tagen

Immer wieder berichten mir Geschäftsführende und Führungskräfte kleinerer mittelständischer Unternehmen von Mitarbeitenden, die keine Verantwortung übernehmen und kein Engagement zeigen.
Im Betrieb sehe ich dann oft, dass Mitarbeitende sich nicht ohne Grund passiv verhalten.
Wer immer wieder erlebt, dass die eigenen Ideen versanden, Entscheidungen revidiert werden oder Fehler dazu führen, dass man eine Standpauke bekommt, der hört irgendwann auf, sich einzubringen.
Die Auslöser können vielfältig sein. Sie können sowohl in der Person des Mitarbeitenden, dem Verhalten der Führungskraft, den Beziehungen im Team als auch in den Strukturen im Unternehmen liegen.
Eine gute Führungskraft hat laut Umfragen den größten Effekt auf das Engagement der Mitarbeitenden.
Wenn Mitarbeitenden sich nicht wertgeschätzt fühlen, fehlt irgendwann die Bereitschaft sich zu engagieren. Wer häufig die Wahrnehmung hat, dass es an Vertrauen fehlt und die Führungskraft getroffene Entscheidungen der Mitarbeitenden ignoriert, der trifft keine Entscheidungen mehr.
Wer permanent überlastet ist, versucht nur noch das Nötigste zu schaffen. Für neue Ideen oder Eigeninitiative bleibt keine Energie mehr.
Wenn regelmäßig eine Vielzahl von Projekten parallel laufen, ohne eine klare Priorisierung der Themen kann es zu einer Überlastung der Mitarbeitenden kommen, die sich in Fehlern, Verzögerungen und sinkendem Engagement zeigt.
Ein Umfeld, in dem Konflikte brodeln, aber unausgesprochen bleiben, leidet das Arbeitsklima und die Energie geht verloren.
Wenn die Teamkollegen oder die Führungskraft sich nicht respektvoll und wertschätzend verhalten, Konflikte nicht offen ausgesprochen und bearbeitet werden, dann schwindet das Vertrauen und die gute Zusammenarbeit bröckelt.
Unternehmen wünschen sich engagierte Mitarbeitende. Gleichzeitig erschweren aber die vorhandenen Strukturen, den Mitarbeitenden genau dieses Engagement aufzubringen.
Dienst nach Vorschrift zeigt sich derzeit deutschlandweit in vielen Betrieben. Aktuelle Studien von Gallup und EY zeigen, dass nur noch 10% der Mitarbeitenden in Deutschland eine hohe emotionale Bindung an ihr Unternehmen haben. Diese 10% identifizieren sich stark mit ihrer Arbeit und ihrem Unternehmen, bringen sich aktiv ein und arbeiten motiviert und mit Verstand.
Das bedeutet im Umkehrschluss, die meisten Mitarbeitenden zeigen keine oder wenig Motivation. Aufgaben werden pflichtgemäß erfüllt aber es fehlt die Eigeninitiative und die Begeisterung.
Für Unternehmen bedeutet das: Es lohnt sich, genauer hinzuschauen. Denn „Dienst nach Vorschrift“ ist häufig nicht das Problem selbst, sondern ein Symptom.
In meiner Arbeit unterstütze ich Führungskräfte dabei, die Ursachen sichtbar zu machen für Rückzug, sinkendes Engagement und nachlassende Eigenverantwortung. Gemeinsam schaffen wir Klarheit was im System wirkt, welche Potentiale ungenutzt bleiben und wie die nächsten Schritte aussehen sollten. Ein Quickcheck kann dafür ein guter Einstieg sein. Im nächsten Schritt hilft eine anonyme Rückmeldung der Mitarbeitenden, die blinden Flecken zu erkennen.
Wenn Sie herausfinden möchten, welche Stellschrauben in ihrem Unternehmen gedreht werden sollten, dann lassen Sie uns sprechen.
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